Veranstaltungsarten

 
Proseminar (PS)
Proseminare sind Lehrveranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich, in denen man Proseminararbeiten schreiben kann. Sie bieten Studierenden eine Einführung in eine spezielle Ethnologie, in ein regionales Thema oder ein Sachthema und sollten vom 2.-4. Semester besucht werden. Die einzelnen Sitzungen werden in der Regel durch mündliche Referate der Teilnehmer mit anschließender Diskussion bestritten. In Proseminaren wird das selbständige Erarbeiten eines Themas und das Verfassen und Vortragen von Referaten gelernt.
Leistungsnachweis durch begleitete Lektüre (3 KP). Zusätzlicher Leistungsnachweis durch mündliches Referat und schriftliche Hausarbeit von 8-10 Textseiten (3 KP). Eine Benotung ist nicht vorgesehen (pass/fail).
 
Vorlesung(V)
Vorlesungen stellen ein Sachgebiet oder eine Spezielle Ethnologie in der ganzen Breite und Tiefe dar. Sie setzen eine intensive Kenntnis des entsprechenden Fachgebietes voraus und sind den habilitierten Dozierenden des Seminars vorbehalten (2 KP).
Leistungsüberprüfung durch schriftliche oder mündliche Prüfung (pass/fail).

Vorlesungen mit Kolloquium stellen ein Sachgebiet, eine Spezielle Ethnologie oder ein Regionalthema in seiner ganzen Breite und Tiefe dar. Sie setzen eine intensive Kenntnis des entsprechenden Fachgebietes voraus und sind den habilitierten Dozierenden des Seminars vorbehalten (3 KP).
Leistungsnachweis durch aktive Beteiligung (pass/fail).

 
Übung(Ü)
Übungen sind Pflichtveranstaltungen. Die Übungen zu „Kultur“, „Sozialen Organisation“, „Wirtschaft“ und „Methoden“ dienen der Einführung in einen übergeordneten Bereich der Ethnologie im 1.-4. Semester. Die Diskussion erfolgt anhand von Schlüsseltexten, die vorab verteilt oder im Internet bereitgestellt werden.
Leistungsüberprüfung durch aktive Beteiligung (3 KP). Eine Benotung ist nicht vorgesehen (pass/fail).
 
Kurs(K)
Kurse dienen der intensiven Auseinandersetzung mit der Fachliteratur (3 KP).
Leistungsüberprüfung durch aktive Beteiligung. Eine Benotung ist nicht vorgesehen (pass/fail).
 
Seminar(S)
Seminare sind Veranstaltungen für fortgeschrittene BA Studierende (5.-6. Semester) bzw. für Studierende des Masterstudienfachs Ethnologie. Seminare dienen dem vertieften selbständigen Erarbeiten eines Themas (Fachgeschichte, Theorie bzw. Sachthema und regionales Thema) sowie dem Vortragen von Referaten und Verfassen von Hausarbeiten darüber. Die einzelnen Sitzungen werden in der Regel durch mündliche Referate der Teilnehmer mit anschließender Diskussion bestritten.
Leistungsnachweis durch aktive Beteiligung (3 KP). Zusätzlicher Leistungsnachweis durch mündliches Referat und schriftliche Hausarbeit (5 KP). Die Seminararbeit sollte eine Länge von ca. 20-25 Textseiten haben und nach den wissenschaftlichen Standards abgefasst sein, wie sie z.B. in internationalen Zeitschriften ausgewiesen sind. Seminararbeiten werden benotet.
Eine Seminararbeit kann einmal wiederholt werden oder durch eine Seminararbeit zu einem anderen Thema ersetzt werden.
 
Grundkurs: Geschichte, Theorien, Methode
Pflichtveranstaltung. Dieser Grundkurs setzt eine intensive Kenntnis des gesamten Fachgebiets voraus und ist den habilitierten Dozierenden des Seminars vorbehalten.
Leistungsnachweis durch schriftliche oder mündliche Prüfung (pass/fail).
 
Projektkurs

Der Projektkurs über zwei Semester ist das Kernstück der Lehre im Masterstudium Social Anthropology. Die Kurse sind spezifischen Themen gewidmet, die von den Studierenden nach Anleitung durch die Dozierenden selbständig bearbeitet werden. Sie werden in der Regel in einem der regionalen Schwerpunkte des Ethnologischen Seminars durchgeführt. Bei entsprechenden Themen könne sie auch in Basel oder Umgebung stattfinden. Der Projektkurs wird mit Abstand eines Semesters regelmässig durchgeführt und besteht aus drei Teilen:

(I)    Der Kurs zur Vorbereitung eines Projekts (3 KP) umfasst 4 SWS. Er besteht aus einer intensiven Beschäftigung mit sachthematischer und regionaler Literatur sowie mit empirischen Methoden. Jeder Studierende erarbeitet einen Projektbeschrieb von ca. drei Seiten. In diesem Papier müssen folgende Punkte behandelt und ausgeführt werden: 1. Fragestellung, 2. Stand der Forschung, 3. Methoden (mit eigenen Vorbereitungen), 4. Zeitplan, 5. erwartete Ergebnisse. Auf Grundlage dessen wird dann der eigentliche Feldaufenthalt durchgeführt.
Leistungsüberprüfung durch aktive Beteiligung.

(II)    Die Lehrforschung bzw. Mitarbeit an einem Forschungsprojekt (3 KP) besteht aus einem Feldaufenthalt von mindestens 6 Wochen, während dem Methoden geübt und reflektiert werden.
Leistungsüberprüfung durch aktive Beteiligung.

(III)    Der Kurs zur Auswertung eines Projektkurses (3 KP) umfasst 4 SWS und konzentiert sich auf die Auswertung der gesammelten Daten sowie die theorienbezogene Interpretation und Präsentation der ethnographischen Daten. Jeder Studierende stellt die wichtigsten Erkenntnisse in einem Abschlussbericht von ca. 25-30 Seiten dar. Der Bericht soll zeigen, ob 1. Methoden erfolgreich angewendet w urden, 2. welche empirischen Ergebnisse erzielt wurden, und 3. wie diese in Bezug zur Forschungslage stehen, womit auch ein Rückbezug auf das Papier des ersten Semesters gemeint ist.
Leistungsüberprüfung durch aktive Beteiligung.

Studierende, die in Absprache mit den Dozierenden ein selbständiges Projekt verfolgen, regeln dies im Voraus durch einen Learning Contract. Für eine selbständige Lehrforschung gelten die gleichen Bedingungen wie bei Projektkursen (Projektbeschrieb, Feldaufenthalt von mindestens 6 Wochen, Abschlussbericht). Wenn möglich ist die Teilnahme an den methodischen Teilen der Projektkurse mit den Dozierenden zu vereinbaren.

 
Regionalkurs einer Großregion
Einführung in die Ethnographie einer Großregion. Pflichtveranstaltung.  Entsprechend der regionalen Orientierung des Seminars werden regelmäßig, aber in nicht festgelegter Reihe angeboten: Ostafrika, Westafrika, Zentralafrika, Melanesien, Mikro- und Polynesien.
Leistungsnachweis durch Klausur (4 KP). Die Klausur umfasst in der Regel zwei Teile: Offene und geschlossene Fragen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten (multiple choice) sowie drei Fragen, zu denen ein Kurzessay geschrieben wird. Die Dauer der Klausur beträgt 90 Minuten. Eine Benotung ist nicht vorgesehen (pass/fail).
 
Ethnologisches Kolloquium
Das ethnologische Kolloquium dient dem intensiven wissenschaftlichen Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden. Alle Studierenden, die sich auf ihr Lizentiat oder ihren Masterabschluss vorbereiten oder an einer Dissertation arbeiten, müssen ihr Thema einmal im Kolloquium vorstellen. Das Ethnologische Kolloquium soll als wissenschaftliches Forum bereits während der Vorbereitung die Möglichkeit bieten, ethnographische, methodische und theoretische Fragen gemeinsam zu diskutieren.

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