| Zahlreiche Objekte, die in ethnologischen Museen aufbewahrt werden, können als Kunstwerke wahrgenommen werden - welche Objekte, unter welchen Bedingungen und von wem? Zeitgenössische Künstler leben auch in Gesellschaften, die seit langem zum Untersuchungsgebiet der Ethnologie gehören.
Am Beispiel ausgewählter Ausstellungen, in denen Kunstformen und Kulturen aus Ozeanien dargestellt wurden, sollen der Weg der Begriffsbildung und die unterschiedlichen Sichtweisen in zeitlicher Perspektive aufgezeigt werden. Besondere Beachtung gilt dabei jenen Elementen, die den ethnologischen Ansatz mit jenem der Kunstwissenschaften verbinden oder ihn davon deutlich absetzen. Vermittelt wird Grundwissen über den Umgang mit ozeanischer Kunst sowie über deren Deutung. Zeitgenössische Prozesse der Identitätsfindung und Selbstdarstellung sind in zahlreichen Gesellschaften nur zu verstehen, wenn die Domäne des bildhaften, künstlerischen Ausdrucks mit einbezogen wird.
Von je unterschiedlichen Warten aus werden in diesem Kurs ebenso wie im Kurs Perspektiven der Repräsentation in Ozeanien von A. Denner künstlerische Ausdrucksformen Ozeaniens betrachtet und in Bezug zur Auseinandersetzung von Ethnologen und Kunstwissenschaftlern wie auch Künstlern mit ihnen gesetzt.
Es wird empfohlen, beide Kurse parallel zu besuchen. Für die TeilnehmerInnen der beiden Veranstaltungen ist ausserdem eine gemeinsame Exkursion in die Niederlande (Besuch von Sammlungen in Amsterdam, Leiden und Rotterdam) geplant, die voraussichtlich vom 20.-23.05.04 stattfinden wird.
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