| Der Kurs führt in die vielfältigen Arbeitsbereiche an einem völkerkundlichen Museum ein und vermittelt unterschiedliche Fragestellungen im verantwortungsvollen Umgang mit Objekten.
Die historische Entwicklung von Museen, ihre unterschiedlichen Strukturen und Zielsetzungen werden aufgezeigt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den völkerkundlichen Museen – im speziellen auf der Geschichte des Basler Museums der Kulturen. Die wissenschaftlichen Ansätze haben sich über die Jahrzehnte verändert. Das Herzstück des Museums bleibt aber nach wie vor die Sammlung. Die Zusammensetzung der Sammlungen und mögliche Sammlungskonzepte sind sehr unterschiedlich. Zeitgenössische wissenschaftliche Diskussionen oder persönliche Neigungen eines Sammlers können zum Beispiel ausschlaggebend sein. Die Frage nach dem Sammlungskriterium ist nur eine von vielen Fragen, welche Museumsethnologen an Objekte richten. Genauere Kenntnisse über Material, Herstellung, Verwendung und die kulturelle Bedeutung eines Gegenstandes können eine Annäherung an eine fremde Gesellschaft ermöglichen. Die Methoden sind genaue Analyse am Objekt, vergleichendes Literaturstudium und im Idealfall objektbezogene Feldforschung. Die Erfassung aller Information in elektronischen Datenbanken bedingt eine systematische Bearbeitung/Gliederung. Je besser ein Objekt dokumentiert ist, desto bewusster kann es in einer Ausstellung präsentiert werden. Ausstellungspolitik wie auch Zusammenarbeit mit Herkunftsländern werden in diesem Kurs thematisiert. Zudem werden die wichtigen Arbeitsbereiche der Sammlungsverwaltung (mit Besuch in einem Objektdepot), Restaurierung, Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. |