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Krise der Repräsentation
| Dozent/in |
Till Förster |
| Veranstaltungsart |
Seminar
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| Wann |
Mo 10-12 |
| Ort |
Ethnologisches Seminar, Seminarraum |
| Sprechstunde |
nach Vereinbarung |
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Inhalt |
Seit Ende der 1970er Jahre hat sich in den Sozialwissenschaften eine lebhafte Debatte über die Möglichkeiten, soziale Wirklichkeit zu erfassen und zu beschreiben entwickelt. Verknüpft damit war eine Auseinandersetzung über die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Sozial- und Kulturwissenschaften. In der Ethnologie ist diese Debatte bald unter den Stichworten "Moderne und Postmoderne" aufgegriffen, häufiger jedoch unter dem Titel "Krise der Repräsentation" verhandelt worden. Heute, fast eineinhalb Jahrzehnte nachdem die teilweise heftig geführte Auseinandersetzung wieder abgeflaut ist, bietet es sich an, einen Rückblick auf dieses Kapitel der Ethnologie zu werfen. Die Fragen, die im Mittelpunkt des Seminars stehen, sind folglich:
- Woran entzündete sich die Debatte um die Krise der Repräsentation?
- Wer waren ihre Akteure und was waren deren Ziele?
- Was haben sie in der Ethnologie und der ethnographischen Praxis ver-ändert?
- Was ist das Erbe dieser Krise?
In dem Seminar werden die wichtigsten Schriften im Umfeld dieser Auseinandersetzungen behandelt und in Hinblick auf die genannten Fragen diskutiert. Ausgangspunkt ist die sogenannte Mead-Freeman Debatte Anfang der 1980er Jahre. Das Seminar führt bis zu den Ethnographien neuen Typs, die George Marcus messy texts genannt hat.
Achtung: Verschobene Termine am 5. und 12.11.! |
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Programm |
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24.9.07 |
Das Erbe der Moderne: Grundannahmen über die Übersetzbarkeit von Lebenswirklichkeit. |
Till Förster |
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1.10.07 |
Frühe Eröffnung: Bronislaw Malinowski, A Diary in the Strict Sense of the Term, 1967. |
Joanna Thomas |
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8.10.07 |
Frühe Schlüsseltexte I: Clifford Geertz, Deep Play, 1972. |
Martina Obrecht Michaela Wilhelm |
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15.10.07 |
Frühe Schlüsseltexte II: Hans-Peter Duerr, Traumzeit, 1978. |
Claudia Papa
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22.10.07 |
Ende einer Wissenschaft? Edward Said, Orientalism. New York: Random House, 1979. |
Jonas Röllin |
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29.10.07 |
Dialogische Ethnographien: Kevin Dwyer, Moroccan Dialogs, 1982. |
Dominik Marosi |
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5.11.07 |
keine Sitzung |
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12.11.07 |
keine Sitzung |
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19.11.07 |
Der Eklat: Derek Freeman, Margaret Mead and Samoa. Cambridge, MA: Harvard Univ. Pr., 1983. |
Sarah Hess |
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26.11.07 8–12 Uhr
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Über Konstruktionen des Anderen: Johannes Fabian, Time and the Other, 1983.
Über Ethnographie als Schreiben: James Clifford / George Marcus, Writing Culture, 1986. |
Mirella Mahlstein
Andrea Sieber
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3.12.07 8–12 Uhr |
Neue Ethnographien: Paul Stoller, The Taste of Ethnographic Things, 1989.
Michael Jackson, Things as they are, 1996
Über die Metapher des Übersetzens: Stephen Tylor, The Unspeakable. 1987 [dt. Das Unaussprechliche, 1991]
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Jon Bühler
Melina Rutishauser
K: Inge Neugebauer
A: Manuel Thurner) |
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10.12.07 |
Nachkarten über korrekte Ethnographie: Marshall Sahlins, Islands of History, 1985.
Thema noch offen |
K: Karin Rietweg
Simone Schar
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17.12.07 |
Das Erbe der Moderne: Arjun Appadurai, Modernity at Large. Minneapolis: Univ. of Minnesota Pr., 1996. |
A: Petra Huser | |
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Literatur |
Eine Literaturliste wird in der ersten Stunde vorgestellt und im Einzelnen erläutert. Zur allgemeinen Einführung wird empfohlen: - Berg, Eberhard et al. (Hg.), Kultur, soziale Praxis, Text. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1993. - Ingold, Tim (Hg.), Key Debates in Anthropology. London: Routledge, 1996. - Marcus, George E. / Michael M.J. Fischer (Hg.), Anthropology as Cultural Critique. Chicago: Chicago Univ. Pr., ²1999 [nicht die erste Auflage von 1986]. |
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Bemerkungen |
| Studierende im BA erst ab 5. Semester |
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handout Malinowski 1.10.07 (pdf) handout Geertz 8.10. (pdf) handout Duerr 15.10. (pdf) Said text (pdf)
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