Angewandte Ethnologie

Transnationale Migration und soziokulturelle Konsequenzen

Dozent/in Rebekka Ehret
Veranstaltungsart Projektkurs
Wann Do 8-10 Uhr
Ort Ethnologisches Seminar
Sprechstunde

   
 
Inhalt
In der Veranstaltung wird besonderer Wert auf die Umsetzung der erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis gelegt. Es handelt sich um eine zweisemestrige Veranstaltung.
Es werden die klassischen und die neueren migrationstheoretischen Modelle vorgestellt, einige migrationsrelevante Themen ausgewählt und behandelt (Einbürgerung, Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, Flucht, Menschenhandel, illegaler Aufenthalt, Rückkehrhilfe) und die für den Praxisbezug wichtigen Kategorien und Begriffe werden diskutiert (Assimilation, Akkulturation, Segregation, Ethnizität, Multikulturalismus, Rassismus, Partikularismus, Universalismus etc.). Historische, soziale, politische und ökonomische Aspekte der Migrationssituation in der Schweiz werden kritisch beleuchtet, die Schweizer Migrations-, Integrations- und Asylpolitik wird im europäischen Kontext behandelt und interkulturelle Anwendungsfelder werden situiert.

Lernziele
Die Studierenden können aufgrund der erworbenen Kenntnisse Probleme in interkulturellen Kontexten analysieren und reflektiert agieren. Sie haben eine auf das vorliegende Feld bezogenen Methodenkompetenz entwickelt. Sie kennen die Mechanismen, die zu Stereotypisierung, Diskriminierung und Vorurteilen führen. Sie erkennen das Phänomen der Kulturalisierung (Überbetonung soziokultureller Differenzen) und der colour blindness (Verleugnung soziokultureller Differenzen).

Bemerkungen
Der Zugang zum Thema ist interdisziplinär angelegt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Migrationsforschung an der Universität Basel zu stärken sowie die Zusammenarbeit mit den migrationsbezogenen Modellen.

 
Programm

Vorbesprechung:
Fr. 5. Febr. 9.30,
Seminarraum, Ethnologisches Seminar

Beginn: 15. April 2004

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