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Seminar: Jäger und Sammler in Afrika
| Dozent/in |
Gerd Spittler |
| Veranstaltungsart |
Seminar
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| Wann |
Di 12-16 |
| Ort |
Ethnologisches Seminar |
| Sprechstunde |
Di 16-17 |
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Inhalt |
| Gesellschaften, die vom Jagen und Sammeln leben, sind heute fast ausgestorben. Bis zum Beginn des Neolithikums (Beginn von Landwirtschaft und Viehzucht) vor ca. 12 000 Jahren gab es jedoch keine andere Wirtschaftsform. D.h. Jäger und Sammler bestimmten den weitaus größten Teil der menschlichen Geschichte. Vor allem aus diesem Grund gab und gibt es ein großes Interesse der Ethnologen an Jägern und Sammlern. Das Interesse bezieht sich nicht nur auf die Wirtschaftsform, sondern auch auf die Sozialstruktur (Horde als soziale Organisation, Mobilität, Geschlechterbeziehungen, Hierarchie bzw. Egalität) und das Weltbild (Beziehung zwischen Mensch und Tier; religiöse Vorstellungen).
In diesem Seminar beschäftigen wir uns nicht mit den paläolithischen Jägern und Sammlern, sondern mit Jägern und Sammlern im 20. Jahrhundert. Die Beispiele beziehen sich auf die ethnographisch besonders intensiv untersuchten San, Hazda und Mbutipygmäen in Afrika. Wie weit sich aus diesen rezenten Untersuchungen Rückschlüsse auf frühe Jäger und Sammler ziehen lassen, ist umstritten.
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Literatur |
| Sahlins, Marshall (1972). "The Original Affluent Society". In: Marshall Sahlins, Stone Age Economics, S. 1-39 (deutsch: (1978). "Ökonomie der Fülle. Die Subsistenzwirtschaft der Jäger und Sammler". In: Technologie und Politik, Bd. 12, S.154-204) |
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