Konsum, Moden und Lebensstile

aus ethnologischer Perspektive

Dozent/in Kerstin Bauer
Veranstaltungsart Proseminar
Wann Mi 14-16
Ort Ethnologisches Seminar
Sprechstunde

nach Vereinbarung

   
 
Inhalt
Soziologische und ethnologische Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Konsum nicht nur als Erwerb oder Verbrauch von Dingen verstanden werden darf, sondern dass Konsumforschung ebenso den Umgang mit Dingen einbeziehen muss. Stellt man sich die Frage, warum jemand ein bestimmtes Ding kauft und gebraucht (Konsummotive), dann muss man auch das soziale Umfeld, die Zugehörigkeit der Konsumenten zu einer Gesellschaftsgruppe (z.B. Lebensstilgruppe) und kulturelle Faktoren in die Untersuchung einbeziehen. In den Gesellschaften, in denen Ethnologen ihre Studien durchführen, ist zudem ein rascher Wandel des Konsums zu beobachten. Wir werden uns daher auch mit verschiedenen Theorien, die die Ursachen und den Verlauf von Konsumwandel zu erklären suchen, beschäftigen. Dieses Proseminar soll in die Konsumforschung in der Ethnologie einführen und klassische und neuere Theorien von Konsum- und Modewandel vorstellen. Das Thema wird anhand einführender und zentraler theoretischer Texte erörtert und am Beispiel von empirischen Fallstudien vertieft und diskutiert – teils als gemeinsame Lektüre, teils als Referate.
 
Programm
Beginn: 25.10.2006
 
Literatur
Bovenschen, Silvia (Hrsg.), 1986: Die Listen der Mode. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Corrigan, Peter, 1997: The Sociology of Consumption. An Introduction. London: Sage.

Miller, Daniel, 1995: Consumption and Commodities. In: Annual Review of Anthropology, 24:141-161.Miller, Daniel, 2006: Consumption, in: Tilley et al (eds.): Handbook of Material Culture. London: Sage. S. 341-354

Schnierer, Thomas, 1995: Modewandel und Gesellschaft. Die Dynamik von »in« und »out«. Oplanden: Leske und Budrich.

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